Olivenöl-Test von Warentest
"Essen & Trinken", |
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Keiner kennt sie, diese Öle - wenn sie nicht grade den Discounternamen auf dem Etikett tragen. Spärlich tröpfeln Informationen aus dem Netz. Bei den meisten
Ölen im Test ist nicht geklärt, wo diese eigentlich herkommen
und welche Verarbeitungsprozesse sie durchgemacht haben. Oft zahlt der
Verbraucher im Supermarkt weniger, als der Erzeuger in den
Mittelmeerländern erhält. Im Großen und Ganzen dieselbe Sachlage wie vor bald 10 Jahren, als ich meinen Briefwechsel mit Stiftung Warentest bezüglich des damaligen Olivenöl-Tests hatte.
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Etikettenschwindel?
Inzwischen geht Warentest mit Etikettenschwindlern härter ins Gericht. Warentest selbst bezeichnet inzwischen über 25% der als "nativ extra" gekennzeichneten Öle als fehlerhaft. Nur eins von 12 getesteten Ölen erhielt ein "sehr gut" im Geschmackstest. Es wird sogar gelobt, daß Discounter ihre Öle ständig
kontrollieren lassen - im Gegensatz zu den Kleinanbietern.
Hat Olivenöl eine Seele?
Solche Öle schmecken nicht unbedingt schlecht, eher gar nicht, oder höchstens ein bißchen. Was ihnen fehlt, ist die Identität.
Gute Olivenöle erzählen ihre Geschichte, tun ihre eindeutige Herkunft kund und sind untrennbar mit ihr verbunden. Wenn ich mir Olivenöl in die Salatschüssel oder Pfanne oder Wein ins Glas schütte, geht das nie, ohne daß mir dabei nicht die Felder, die Hügel und Berge und das Meer in die Nase steigen, wo meine Oliven oder mein Wein herkommen.
Kleinanbieter können ihr Öl mangels Masse und
Erntevolumen meist nicht rentabel testen lassen, das ist richtig.
Denn auch die wirklichen Spitzenöle sind nur bei den Kleinproduzenten zu finden - Produkte, die an Landschaften gebunden sind und deren Qualität von wenigen Menschen abhängt.
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