Olivenöl wirkt nachgewiesenermaßen positiv auf:
- Cholesterinwert
- Blutdruck und
- Blutgerinnung
Es spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung der
- koronaren Herzkrankheit (KHK) und der
- Diabetes
Olivenöl hat einen hohen Anteil an einfach ungesättigter Ölsäure. Es enthält nur 8
Prozent zweifach ungesättigte Fettsäuren und 16 Prozent gesättigte
Fettsäuren und ist reich an Vitamin E.
Lange Zeit galt es als wenig
wertvoll, wegen des geringen Anteils an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren. Studien belegen allerdings, dass die einfach ungesättigte
Ölsäure positiver auf den Cholesterinstoffwechsel wirkt als mehrfach
ungesättigte Fettsäuren aus Raps- oder Sonnenblumenöl.
Ölsäure spielt beim Zellaufbau von Kleinkindern eine besonders wichtige Rolle und beeinflusst die Lernfähigkeit positiv. Auch die Muttermilch hat einen hohen Gehalt an Ölsäure, deshalb sollten Schwangere Olivenöl als Fettquelle bevorzugen.
Olivenöl senkt den Cholesterin-LDL-Wert (low density lipoproteins). Grund dafür ist der hohe Anteil der einfach ungesättigten Ölsäure im Olivenöl (76%). Mehrfach ungesättigte Fettsäuren senken diesen Wert zwar auch, gleichzeitig verringern sie aber den Anteil am "guten" HDL (high density lipoproteins). Einfach ungesättigte Fettsäuren senken den HDL-Wert nicht in dem Ausmaß, wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ein hoher Gehalt an HDL-Cholesterin verringert das Risiko der koronaren Herzkrankheit (KHK), während höhere LDL-Cholesterinwerte das KHK-Risiko erhöhen.
Die erste wichtige Studie war die 1960 gestartete 7-Länder-Studie zur Beziehung zwischen mediterraner Diät und koronaren Herzkrankheiten.
Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden fast 13.000 Männer im Alter von 40 bis 59 Jahren beobachtet. In Ländern, in denen die traditionelle Kost reich an pflanzlichen Fetten war, kam die KHK sehr selten vor. Zu diesen Ländern zählen Italien, Griechenland, Jugoslawien und Japan. In den USA, in Finnland und in den Niederlanden überwiegen tierische Fette: Die Wahrscheinlichkeit, an einer KHK zu erkranken, liegt in diesen Ländern weit höher.
Der 7-Länder-Studie folgten zahlreiche andere, die alle zu dem gleichen Schluss kamen: Olivenöl sorgt für den Schutz unseres Herzens.
Aber nicht nur das...
Olivenöl ist leicht verdaulich und regt den Gallenfluss an; Personen mit Magenproblemen profitieren nachgewiesenermaßen von dem Öl.
Bei leichter Verstopfung kann Olivenöl kleine Wunder bewirken: Dazu 1 Esslöffel Olivenöl pur oder mit etwas Zitronensaft gemischt abends vor dem Schlafen gehen und am nächsten Morgen auf nüchternen Magen einnehmen.
Auch als Pflegemittel leistet Olivenöl gute Dienste. Die Zusammensetzung seiner Fettsäuren gleicht in etwa derjenigen der Haut. Vitamin E fördert die Elastizität und Belastbarkeit der Haut. Wer den typischen würzigen Geruch nicht mag, kann das Öl mit reinen ätherischen Ölen parfümieren. Wird das Öl leicht erwärmt, verstärkt sich die pflegende Wirkung.
Wer Olivenöl doch lieber beim Kochen verwendet, sollte einige Dinge beachten:
- Olivenöl sollte nicht über 200 °C erhitzt werden - wenn es raucht, ist es zu spät.
- Haltbar sind Olivenöle mindestens 18 Monate. Vorausgesetzt, sie werden dunkel und bei 12 bis 16 °C gelagert.
- Wird
Olivenöl im Kühlschrank aufbewahrt, wird es flockig. Das bedeutet zwar
keinen Qualitätsverlust, setzt beim Küchenmeister vor dem Kochen aber
etwas Geduld voraus: Das Öl sollte bei Zimmertemperatur wieder klar
werden, bevor man es verwendet.
- Halbleere Flaschen werden schneller schlecht also volle, da die Luft den Oxidationsprozess beschleunigt. Das Öl in einem solchen Fall in kleinere Behälter füllen.

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