"Olivenöl ist zur Förderung von Griechenland, vom Tourismus und von griechischen Produkten im allgemeinen hervorragend geeignet, '' sagt George Alogoskoufis, der Wirtschaftminister des Landes, heute bei einer Pressekonferenz in Athen.
Das sind kaum ausreichende Maßnahmen.
Griechenland ist der drittgrößte Produzent von Olivenöl hinter Spanien und Italien. An der weltweiten Gesamtproduktion von 3 Mio. Tonnen ist Spanien mit über 1 Mio. t, Italien mit 900.000 t und Griechenland mit 400.000 Tonnen jährlich beteiligt. Vom griechischen Anteil geht ein Viertel in den Export.
Gerade einmal 6 Prozent vom eigenen Olivenöl wird unter griechischen Markennamen vermarktet, der große Rest geht im Großhandel zu niedrigen Preisen weg - meistens nach Italien, wo es unter italienischen Marken vertrieben wird. Der griechischen Wirtschaft entgeht dadurch ein erheblicher Mehrwert.
Die Olivenölproduktion in Griechenland trägt gerade mal zu einem(!) Prozent zum Bruttosozialprodukt des Landes bei, ist aber andererseits eine Haupteinkommensquelle für ungefähr 600.000 Familien.
Griechenland exportierte 2005 Olivenöl im Wert von ca. 300 Million Euro. Da könne man mehr machen, sagte Alogoskoufis. Letztes Jahr wurde von der Handelskammer Griechenlands ein Programm zum Export von Olivenöl nach China aufgelegt.
2004 deckte China 16 Prozent seines Bedarfs durch griechisches Olivenöl. 2005 waren es bererits 32 Prozent, betonte der griechische Außenminister Evripidis Stylianidis bei der Konferenz.
Als Teil seiner Förderungspläne hat Griechenland spezielle Stände an seinen großen Flughäfen eingerichtet, um kleine Flaschen Olivenöl an abreisende Touristen auszuteilen.
nach: Ekathimerini 2006

Artikel drucken